Selbstportrait

Der FV-BdV
vertritt die Interessen aller vertriebenen Frauen, die in Landsmannschaften
und im Bund der Vertriebenen organisiert sind. (mehr)
Wer wir sind:
Der Frauenverband stellt den organisatorischen Zusammenhalt aller
Frauen in Deutschland dar, die Mitglieder in Landsmannschaften
und im Bund der Vertriebenen (BdV) sind. Sie veranstalten in regelmäßigen
Abständen Zusammenkünfte, in denen sie kulturelle, politische,
historische, gesellige und gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen
und informieren.
Das besondere Interesse gilt der
l Verwirklichung
der allgemeinen Menschenrechte und der Völkerverständigung,
l Eingliederung
der Vertriebenen und Spätaussiedler,
l Verarbeitung ihres
besonderen Schicksals,
l grenzüberschreitenden
Kontaktpflege zu den Menschen in Ost-, Mittel- und Südosteuropa,
l Bewahrung und
Dokumentation des heimatlichen Kulturgutes aus den verschiedenen
Vertreibungsgebieten.
Regionalstruktur:
Die Frauengruppen sind auf allen Ebenen (Ort, Kreis, Landes und
Bundesebene) organisiert. Delegierte und Interessierte werden auf
Bundesebene aus allen Landsmannschaften (21) und aus allen Bundesländern
(16) bei Seminaren zweimal p.a. versammelt.
Publikationen:
Regelmäßige Mitteilungen in den landsmannschaftlichen
Zeitungen und im "Deutschen Ostdienst" (DOD) des Informationsdienstes
des Bundes der Vertriebenen und Tagungsberichte.
Frauenarbeit
im Bund der Vertriebenen, historisch erklärt:
Deportation, erzwungene Flucht und mörderische Vertreibung
der Deutschen zum Ende des 2. Weltkrieges und auch danach haben
nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 18,5 Millionen deutsche
Menschen betroffen, mindestens 12 Millionen. Es fanden dabei über
2 Millionen den Tod. Er ereilte Menschen, die nicht fliehen konnten
oder wollten: Behinderte und Alte, Landwirte, die Haus und Hof nicht
verlassen wollten, Frauen und Kinder eingezogener Männer, Evakuierte
aus zerbombten Städten, auch Parteilose und Antifaschisten.
Nach Untersuchungen
des Koblenzer Bundesarchivs unterhielten Einheiten der Roten Armee
(NKWO), Milizen des polnischen Sicherheitsdienstes, die "Befreiungsarmee"
in der Tschechoslowakei und jugoslawische Partisanengruppen allein
jenseits der Oder und Neiße 1225 Lager und 227 Gefängnisse,
in der Tschechoslowakei 215 Gefängnisse, 846 Arbeits- und Straflager
und 1215 Internierungslager.
Die meisten
Menschen starben durch Kälte, Hunger, Hungertyphus oder Mißhandlungen.
Tausende von Frauen erlagen Vergewaltigungen. Hunderttausende blieben
dadurch ihr ganzes Leben lang krank - bis auf den heutigen Tag.
Der Brutalität waren neunjährige Kinder ebenso ausgesetzt
wie Greisinnen.
Nach diesen
Ereignissen in den Heimatgebieten, wurden die Vertriebenen in die
englischen, amerikanischen und sowjetischen Besatzungsgebiete Deutschlands
verfrachtet. Insbesondere Frauen mussten um das tägliche Brot
und die Versorgung der Familien kämpfen.
In den westlichen
Besatzungszonen konnten erst ab September 1948 Interessenverbände
der Vertriebenen "zum Zweck von Wohlfahrtsangelegenheiten und
Kulturarbeit" gebildet werden.
Im Jahre 1950 verabschiedeten sie die Charta der Heimatvertriebenen,
in der sie auf Rache und Vergeltung verzichteten "im Gedenken
an das unendliche Leid, welches im besonderen das letzte Jahrzehnt
über die Menschheit gebracht hat. Sie riefen "Völker
und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk,
damit aus Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns
alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird".
Der Frauenverband
wurde im Jahr 1959 gegründet, weil die Frauen dem Bedürfnis
nach einer eigenständigen Verbandsarbeit Rechnung trugen. Sie
gestalteten die Arbeit in ihren Gruppen mit anderen Schwerpunkten
und strebten die Zusammenarbeit insbesondere mit anderen Frauenverbänden
an, um ihre Interessenvertretung auf eine breite Basis zu stellen.
Heute beteiligen sie sich aktiv an der Verständigungsarbeit
mit den Menschen, die heute in den Heimatgebieten leben und engagieren
sich für die Erhaltung des Kulturgutes und für ein Zentrum
gegen Vertreibungen in Berlin.
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Unsere
Vorstandsmitglieder 2007
Präsidentin: Sibylle Dreher
Vizepräsidentinnen:
Ingrid Saenger und Margarete Schönfeldt
Beisitzerinnen: Rosemarie Kretschmer, Edith Wellnitz, Elfriede
Seltenheim, Uta Lüttich, Heidrun Ratza-Potrykus
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